Grüne Events: So wählen Sie Lieferanten und Materialien mit Bedacht

Grüne Events: So wählen Sie Lieferanten und Materialien mit Bedacht

Immer mehr Veranstalterinnen und Veranstalter in Deutschland möchten ihre Events nachhaltiger gestalten – aus Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft, aber auch, weil Teilnehmende zunehmend Wert auf ökologische und soziale Aspekte legen. Doch wie gelingt es, dass ein Event wirklich „grün“ wird und nicht nur so wirkt? Ein entscheidender Faktor sind die Entscheidungen, die Sie bei der Auswahl von Lieferanten und Materialien treffen. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Weitblick planen – ohne auf Qualität oder Atmosphäre zu verzichten.
Nachhaltigkeit beginnt mit der Planung
Ein nachhaltiges Event entsteht nicht erst am Veranstaltungstag, sondern schon in der Konzeptionsphase. Bevor Sie Lieferanten beauftragen oder Materialien bestellen, sollten Sie festlegen, was Nachhaltigkeit für Ihr Event bedeutet. Geht es um Müllvermeidung, regionale Wertschöpfung, CO₂-Reduktion oder soziale Verantwortung – oder um alles zusammen?
Erstellen Sie eine kurze Nachhaltigkeitsstrategie mit klaren Zielen und Prioritäten. So können Sie Ihre Anforderungen transparent kommunizieren und später überprüfen, ob Sie Ihre Ziele erreicht haben.
Lieferanten mit grüner Haltung wählen
Bei der Auswahl von Lieferanten lohnt es sich, über Preis und Lieferzeit hinauszuschauen. Fragen Sie nach Umweltzertifikaten, Nachhaltigkeitsberichten oder konkreten Maßnahmen. Viele Unternehmen in Deutschland – vom Catering bis zur Veranstaltungstechnik – arbeiten bereits aktiv an nachhaltigen Lösungen, aber sie brauchen Kundinnen und Kunden, die das auch einfordern.
- Catering: Bevorzugen Sie Anbieter, die regionale und saisonale Produkte verwenden, idealerweise in Bio-Qualität. Pflanzliche Alternativen sollten selbstverständlich sein. Vermeiden Sie Einwegverpackungen und setzen Sie auf Mehrweg- oder kompostierbare Lösungen.
- Transport und Logistik: Wählen Sie lokale Dienstleister, um Transportwege zu verkürzen. Nutzen Sie, wenn möglich, E-Fahrzeuge oder Lastenräder für kleinere Lieferungen.
- Technik und Ausstattung: Mieten statt kaufen – das spart Ressourcen. Achten Sie auf energieeffiziente Geräte und fragen Sie nach Rücknahme- oder Recyclingkonzepten.
Indem Sie mit Partnern zusammenarbeiten, die Ihre Werte teilen, schaffen Sie eine nachhaltige Lieferkette, die über das Event hinaus Wirkung zeigt.
Materialien mit Verantwortung auswählen
Vom Bühnenbau über Dekoration bis hin zu Give-aways – jedes Material hat Einfluss auf die Umweltbilanz Ihres Events.
- Dekoration: Nutzen Sie wiederverwendbare oder recycelte Materialien, Naturstoffe oder Mietdekorationen. Vermeiden Sie Plastik und Einwegartikel.
- Drucksachen: Prüfen Sie, ob wirklich alles gedruckt werden muss. Digitale Programme, QR-Codes oder Event-Apps können Papier ersetzen. Wenn Sie drucken, verwenden Sie FSC-zertifiziertes Papier und umweltfreundliche Farben.
- Merchandise: Wählen Sie nützliche, langlebige Produkte – etwa Trinkflaschen aus Edelstahl oder Baumwolltaschen aus fairer Produktion. Billige Wegwerfartikel schaden nicht nur der Umwelt, sondern auch Ihrem Image.
Kleine Veränderungen bei der Materialwahl können große Wirkung entfalten, besonders bei Veranstaltungen mit vielen Teilnehmenden.
Kreislaufdenken: vor, während und nach dem Event
Nachhaltigkeit endet nicht mit dem Abbau. Denken Sie in Kreisläufen: Wie können Materialien wiederverwendet oder recycelt werden? Was passiert mit Resten und Abfällen?
Planen Sie eine klare Abfalltrennung mit gut sichtbarer Beschilderung. Überschüssige Lebensmittel oder Dekorationen können an lokale Initiativen oder Tafeln gespendet werden. So vermeiden Sie Verschwendung und leisten gleichzeitig einen sozialen Beitrag.
Nach dem Event lohnt sich eine Auswertung: Wie viel Abfall wurde produziert? Welche Maßnahmen haben funktioniert, welche nicht? Diese Erkenntnisse helfen, künftige Veranstaltungen noch nachhaltiger zu gestalten.
Kommunikation und Transparenz
Ihre nachhaltigen Maßnahmen entfalten die größte Wirkung, wenn Sie sie offen kommunizieren. Erklären Sie den Teilnehmenden, warum Sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben und welchen Beitrag sie leisten. Das schafft Bewusstsein und Motivation – und inspiriert andere, es Ihnen gleichzutun.
Seien Sie dabei ehrlich: Kein Event ist vollkommen nachhaltig. Doch jedes bewusste Handeln zählt. Transparenz schafft Glaubwürdigkeit und zeigt, dass Sie Verantwortung übernehmen.
Schritt für Schritt zum grünen Event
Nachhaltige Eventplanung bedeutet nicht, alles sofort perfekt umzusetzen. Beginnen Sie mit den Bereichen, in denen Sie den größten Einfluss haben, und entwickeln Sie Ihre Strategie weiter. Mit der Zeit können Sie feste Leitlinien für nachhaltige Beschaffung und Zusammenarbeit etablieren.
Wenn Sie Lieferanten und Materialien mit Bedacht wählen, senden Sie ein starkes Signal – an Ihre Gäste, Ihre Partner und die gesamte Branche: Verantwortung und Erlebnisqualität schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich ideal.













